Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand Juli 2017

Diese Bedingungen gelten für die Versteigerung. Sie finden entsprechende Anwendung auf den Nachverkauf.

1. Auktion

1.1. Die Versteigerungen, die durch die Firma Hampel Fine Art Auctions GmbH & Co. KG, vertreten durch die Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Holger Hampel und Vitus Graupner – nachfolgend „Auktionshaus“ genannt – durchgeführt werden, stellen öffentliche und freiwillige Versteigerungen im Sinne der §§383 Abs.3, 474 Abs.1 S.2 BGB dar. Die Regelungen über den Verbrauchsgüterverkauf finden keine Anwendung. Das Versteigerungsgut (weiterhin: „Objekte“) werden für Rechnung und im Namen des Einlieferers in Vermittlung versteigert.

1.2. Alle Ansprüche des Ersteigerers aus der Versteigerung richten sich grundsätzlich gegen den Einlieferer.

1.3. Das Auktionshaus bestimmt diejenige natürliche Person, welche die Versteigerung in seinem Namen und Auftrag leitet. Ein Vertrag zwischen dem Ersteigerer und diesem Personenkreis kommt nicht zustande.

1.4. Diese Bedingungen gelten für die Versteigerung. Sie finden entsprechende Anwendungen auf den Nachverkauf von Objekten, die in der Versteigerung nicht zugeschlagen wurden. Auf den Nachverkauf gelten die in Ziffer 14. dieser Bedingungen getroffenen Bestimmungen.

1.5. Durch Abgabe eines Gebotes erkennt der Bieter bzw. spätere Ersteigerer die Geltung dieser Bedingungen, die auf der Rückseite der Gebotsformulare sowie im Katalog abgedruckt sind, in den Räumlichkeiten des Auktionshauses aushängen und auf der Internetseite des Auktionshauses unter „www.hampel-auctions.com“ veröffentlicht sind, ausdrücklich an.

1.6. Eigene Geschäftsbedingungen des Ersteigerers haben keine Geltung.

2. Katalog / Internet

2.1. Die Beschreibungen der Objekte liegen in deutscher und bei ausgesuchten Objekten in englischer Sprache vor. In allen Zweifelsfällen ist die deutsche Version des Kataloges maßgebend. Fremdsprachige Katalogangaben sind lediglich ein Service des Auktionshauses und für das Rechtsverhältnis zum Ersteigerer ohne Belang.

2.2. Ist fraglich, welches Objekt vom Ersteigerer beboten und auf der Versteigerung zugeschlagen wurde, ist die im Katalog genannte Nummer maßgebend, nicht der Titel.

2.3. Der Einlieferer und das Auktionshaus übernehmen in entsprechender Anwendung von Ziffer 13.3 keine Haftung dafür, dass die im Katalog, im Internet und in der Live – Auktion sowie im Nachverkauf verwendeten digitalen Fotos und Videos in Darstellung, Größe, Qualität und Farbgebung vom Original abweichen.

2.4. Im Eigentum des Auktionshauses stehende Objekte sind mit einem „*“ gekennzeichnet.

2.5. Das Auktionshaus darf Katalognummern verbinden, trennen und, soweit ein besonderer Grund vorliegt, in einer anderen als der im Katalog vorgesehenen Reihenfolge aufrufen oder zurückziehen.

3. Preise

3.1. Die im Katalog des Auktionshauses angegebenen Schätzpreise sind lediglich ein unverbindlicher Anhaltspunkt für den Ersteigerer. Sie können Mindestzuschlagspreise sein, wenn das Auktionshaus mit dem Einlieferer ein Limit vereinbart hat.

3.2. Alle Schätzpreise sind in Euro beziffert, dementsprechend werden Zuschläge in Euro erteilt. Jede Angabe von Fremdwährungen ist rechtlich unverbindlich.

4. Bieter

4.1. Jeder Bieter erhält nach Vorlage eines gültigen Personaldokumentes und Zulassung zur Versteigerung vom Auktionshaus eine Bieternummer.

4.2. Von Bietern, die dem Auktionshaus noch unbekannt sind bzw. mit denen das Auktionshaus noch keine Geschäfte getätigt hat, benötigt es spätestens am Vorabend der Auktion eine schriftliche Anmeldung sowie gegebenenfalls auf Anforderung des Auktionshauses eine A-Konto-Zahlung. Nur nach Erhalt dieser Zahlung, sofern sie gefordert wurde, erfolgt eine Zulassung zur Auktion und Erteilung einer Bieternummer.

4.3. Nur unter dieser Bieternummer abgegebene Gebote werden in der Versteigerung berücksichtigt.

4.4. Bieter bzw.Ersteigerer erwerben, soweit der Zuschlag erteilt wird, grundsätzlich im eigenen Namen und für eigene Rechnung. Will ein Bieter Gebote im Namen eines Dritten abgeben, hat er dies spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn unter Nennung von Namen und Anschrift des Vertretenen sowie unter Vorlage einer zeitnah erteilten schriftlichen Vollmacht dem Auktionshaus ausdrücklich mitzuteilen. Anderenfalls kommen die Verträge (vgl. Ziffer 7 dieser Bedingungen) bei Zuschlag mit dem Bieter zustande. In Fällen einer Stellvertretung ist der unter Ziffer 4.2. dieser Bedingungen geregelte Bonitätsnachweis für den Vertretenen zu führen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des gesetzlichen Vertretungsrechtes gemäß den §§164 ff. BGB.

5. Gebote von Anwesenden

Gebote von bei der Versteigerung persönlich anwesenden Personen werden durch deutliches Zeigen der Bieternummer abgegeben.

6. Gebote von Abwesenden

6.1. Gebote von bei der Versteigerung abwesenden Personen können telefonisch, schriftlich, über die Website oder in der Internet-Live-Auktion – nicht jedoch per Email – abgegeben werden.

6.2. Gebote einer abwesenden Person werden nur zugelassen, wenn der Bieter spätestens am Vorabend der Versteigerung beim Auktionshaus die Zulassung hierzu beantragt hat. Im Zweifelsfall ist die Katalognummer maßgebend; Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters. Für die Bearbeitung der Gebote in Abwesenheit übernimmt das Auktionshaus keine Gewähr. Insbesondere haftet es nicht für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen oder für Übermittlungsfehler.

6.3. Schriftliche Gebote können ausschließlich innerhalb der unter Ziffer 6.2. dieser Bedingungen genannten Frist zugelassen werden, wenn diese durch ein ordnungsgemäß ausgefülltes, hierfür vom Auktionshaus zur Verfügung gestelltes Formular „Schriftliche Gebote“ abgegeben werden, das vom Bieter persönlich unterschrieben ist. Das Formular ist in den Geschäftsräumen des Auktionshauses sowie auf dessen Internetseite „www.hampel-auctions.com“ erhältlich und ist in den Katalogen abgedruckt. Alle schriftlichen Gebote gelten als in der Versteigerung bereits abgegebene Gebote. Liegen mehrere gleichhohe schriftliche Gebote für dasselbe Objekt vor, erhält das beim Auktionshaus zuerst eingetroffene Gebot den Zuschlag, wenn kein höheres Gebot vorliegt oder abgegeben wird. Bei gleichem Eingangstag entscheidet das Los. Jedes schriftliche Gebot, das grundsätzlich als Maximalgebot gilt, wird vom Auktionshaus interessewahrend nur insoweit in Anspruch genommen, wie dies zum Überbieten eines anderen Gebotes notwendig ist.

6.4. Telefonische Gebote werden ausschließlich zur Versteigerung zugelassen, wenn sie durch ein ordnungsgemäß ausgefülltes, hierfür vom Auktionshaus zur Verfügung gestelltes Formular „Telefonische Gebote“ angekündigt/angemeldet werden, das dem Auktionshaus innerhalb der unter Ziffer 6.2. dieser Bedingungen genannten Frist zugeht. Das Formular ist in den Geschäftsräumen des Auktionshauses sowie auf dessen Internetseite „www.hampel-auctions.com“ erhältlich und ist in den Katalogen abgedruckt. Telefonische Gebote werden durch einen im Auktionssaal anwesenden Telefonisten für den Bieter ausgeführt. Telefonate können vom Auktionshaus aufgezeichnet werden. Mit dem Antrag zum telefonischen Bieten erklärt der Bieter sein Einverständnis mit der Aufzeichnung.

6.5. Ein auf ein telefonisches Gebot hin zustande gekommener Vertrag ist kein Fernabsatzvertrag.

6.6. Gebote von abwesenden Neukunden und abwesenden ausländischen Bietern können nur berücksichtigt werden, wenn sie in den in Ziffer 6.3. und 6.4. dieser Bedingungen genannten Formularen mindestens ihre Kontoverbindung benannt sowie eine Kopie ihres Personalausweises oder Reisepasses beigelegt und, sofern gefordert, die A-Konto-Zahlung geleistet haben.

6.7. Änderungen oder Stornierungen von schriftlichen Geboten sowie Anmeldungen zu telefonischen Geboten müssen spätestens am Vorabend der Versteigerung beim Auktionshaus eingegangen sein. Sämtliche Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters.

7. Zuschlag

7.1. Der Aufrufpreis wird von dem mit der Durchführung der Versteigerung beauftragten Auktionator nach seinem Ermessen festgelegt. Er soll grundsätzlich die Hälfte des Schätzpreises nicht unterschreiten. Gesteigert wird im Regelfall um jeweils ca. 10% des vorangegangenen Gebotes. Die Entscheidung darüber obliegt dem Auktionshaus.

7.2. Die Verträge zwischen dem Einlieferer und dem Ersteigerer kommen durch den Zuschlag zustande. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Kommt kein Zuschlag zustande, kann hierauf auch durch „n.v.“ oder „nicht verkauft“ hingewiesen werden.

7.3. Der Ersteigerer bleibt an sein Gebot auch dann gebunden, wenn ein nachfolgendes Übergebot vom Auktionshaus abgelehnt wird oder dessen Unwirksamkeit spätestens einen Monat nach Erteilung des Zuschlages feststeht.

7.4. Das Auktionshaus kann ein Gebot ablehnen und/oder den Zuschlag verweigern. Es kann insbesondere einen erteilten Zuschlag auch zurücknehmen und das Objekt erneut aufrufen, wenn ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot irrtümlich übersehen wurde oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Mit dem erneuten Aufruf und/oder Zuschlag wird der frühere Zuschlag unwirksam.

7.5. In Einzelfällen kann das Auktionshaus – insbesondere bei Nichterreichen eines vom Einlieferer gesetzten Limits – den Zuschlag unter Vorbehalt erteilen. Hierauf wird bei Erteilung des Zuschlags durch das Auktionshaus durch den Hinweis „unter Vorbehalt“ oder „u.V.“ ausdrücklich hingewiesen. Der unter Vorbehalt erteilte Zuschlag wird nur wirksam, wenn das Auktionshaus das Gebot innerhalb von einem Monat nach dem Tage der Versteigerung schriftlich oder konkludent u.a. durch Rechnungsstellung bestätigt. Zur fristgemäßen Bestätigung des Vorbehaltszuschlages genügt die rechtzeitige Absendung innerhalb der Monatsfrist an die dem Auktionshaus bekanntgegebene Adresse des Ersteigerers. Ohne Bestätigung des Vorbehaltszuschlages erlischt dieser mit Ablauf der vorgenannten Fristen.

7.6. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr der zufälligen Verschlechterung oder des Untergangs des zugeschlagenen Objektes auf den Ersteigerer über. Dieser hat das Objekt spätestens binnen zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages abzuholen. Ergänzend hierzu finden die Bestimmungen in Ziffer 9. dieser Bedingungen Anwendung.

7.7. Das Auktionshaus ist nicht verpflichtet, auch nur ein Objekt vor vollständiger Bezahlung aller vom Ersteigerer geschuldeten Beträge bzw. des gemäß Ziffer 10 dieser Bedingungen geschuldeten Preises herauszugeben.

8. Aufgeld

8.1. Zusätzlich zum Zuschlagspreis hat der Ersteigerer ein Aufgeld von 29,5% des Zuschlagspreises zu bezahlen. Darin ist die Umsatzsteuer in jeweils gesetzlich geltender Höhe auf das Aufgeld enthalten.

8.2. Bei Objekten, die mit einem „†“ gekennzeichnet sind, ist zusätzlich zum Zuschlagspreis und zum Aufgeld die gesetzliche Umsatzsteuer auf den Zuschlagspreis in jeweils geltender Höhe zu entrichten.

9. Aufwendungsersatz

9.1. Der Ersteigerer übernimmt im Verhältnis zum Einlieferer die Zahlung der gesetzlichen Folgerechtsabgabe zur Hälfte. Sie wird gemäß §26 Abs.1 UrhG bei Veräußerung von Originalen eines Werkes der Bildenden Künste, an denen das Urheberrecht noch nicht erloschen ist, geschuldet. Sie wird separat ausgewiesen und – gegebenenfalls auch nachträglich – in Rechnung gestellt.

9.2. Unberührt bleibt die Verpflichtung des Ersteigerers, die in diesen Versteigerungsbedingungen geregelten Kosten wie Mahngebühren, Lager-, Transport- und Versicherungskosten, Kosten der Rechtsverfolgung, Zinsen etc. zu bezahlen.

9.3. Auf die vorgenannten Beträge ist – bis auf die Folgerechtsabgabe – jeweils Umsatzsteuer in gesetzlich geltender Höhe zu entrichten.

9.4. Das Auktionshaus ist berechtigt, die Rechte des Einlieferers sowie die in Ziffer 10. dieser Bedingungen genannten Ansprüche, auch soweit sie dem Einlieferer zustehen, im eigenen Namen gegenüber dem Ersteigerer geltend zu machen und ggf. einzuklagen. Der Einlieferer hat entsprechende Vollmacht und Abtretung von Ansprüchen zur Beitreibung mit Erteilung des Versteigerungsauftrages bereits erteilt.

10. Zahlung

10.1. Die vom Ersteigerer geschuldeten Beträge im Sinn von Ziffer 7., 8. und 9. dieser Bedingungen sind mit Erteilung des Zuschlags fällig.

10.2. Alle Rechnungen, die während oder unmittelbar nach der Versteigerung ausgestellt werden, stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

10.3. Zahlungen sind in bar zu leisten. Unbare Zahlungen müssen kosten- und spesenfrei für das Auktionshaus geleistet werden und werden nur erfüllungshalber angenommen. Für Kreditkartenzahlungen wird insbesondere eine zusätzliche Gebühr von 3% auf den Zahlungsbetrag erhoben.

10.4. Zahlungsverzug tritt zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages ein. Für jedes Mahnschreiben hat der Ersteigerer dem Auktionshaus einen Betrag in Höhe von EUR 15,- inkl. jeweils geltender gesetzlicher Mehrwertsteuer pro Schreiben zu ersetzen. Vom Eintritt des Verzuges an ist der gesamte geschuldete Betrag im Sinne von Ziffer 10.1. dieser Bedingungen in Höhe von 1% p.m. zu verzinsen. Weitere Ansprüche des Auktionshauses bzw. des Einlieferers bleiben hiervon unberührt.

10.5. Der Einlieferer, handelnd durch das Auktionshaus, kann auf Zahlung nebst Abnahme bestehen oder vom Vertrag zurücktreten. Das Recht, Schadensersatz zu verlangen, wird durch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Das Auktionshaus kann u.a. seinen eigenen Schaden gegenüber dem Ersteigerer geltend machen. Dieser Schadensersatzanspruch umfasst auch die Einliefererprovision und das Aufgeld des Auktionshauses, die Kosten der Insertion, Katalogabbildung und Versicherung sowie die Kosten der Rücklieferung und einer etwaigen neuerlichen Versteigerung inkl. anfallender Lager-, Handlings- und weiterer Versicherungskosten. Des Weiteren sind von diesem Schadensersatzanspruch die Kosten der Rechtsverfolgung sowie der mögliche Mindererlös bei neuerlicher Versteigerung umfasst. Auf Herausgabe eines Mehrerlöses hat der säumige Ersteigerer keinen Anspruch. Rechte und Ansprüche, die dem Einlieferer zustehen, kann das Auktionshaus aufgrund entsprechender Vollmacht und einer Abtretung, die mit dem Versteigerungsauftrag erteilt wurde, unmittelbar gegenüber dem Ersteigerer im eigenen Namen geltend machen (Prozessstandschaft).

10.6. Das Eigentum an den zugeschlagenen Objekten geht erst nach vollständiger Zahlung des geschuldeten Rechnungsbetrages an das Auktionshaus auf den Ersteigerer über.

10.7. Der Ersteigerer kann sowohl gegenüber dem Einlieferer wie gegenüber dem Auktionshaus nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungs- und Leistungsverweigerungsrechte stehen ihm, soweit er Kaufmann im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen ist, nicht zu.

10.8. In Fällen des Rücktritts und/oder der Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs im Sinne von Ziffer 10.4. dieser Bedingungen ist das Auktionshaus dazu berechtigt, den Ersteigerer von Geboten in weiteren Versteigerungen auszuschließen.

10.9. Sofern der Ersteigerer dem Auktionshaus seine Kreditkartendaten überlassen hat, ist das Auktionshaus nach erfolgtem Zuschlag berechtigt, die von dem Ersteigerer geschuldeten Zahlungen gemäß Ziffer 10.1. der Kreditkarte des Ersteigerers zu belasten.

11. Abholung

11.1. Das Auktionshaus lagert und versichert die vom Ersteigerer nach Ziffer 7. dieser Bedingungen abzuholenden Objekte in Höhe des Zuschlagspreises auf seine Kosten bis zum Ablauf von zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages. Die Versicherung deckt alle Sachgefahren ab wie Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, einfachen Diebstahl, Beschädigungsrisiko und Abhandenkommen der Objekte in den Räumlichkeiten des Auktionshauses. Nach Ablauf von zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages hat das Auktionshaus das Recht, die Objekte im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einer Spedition einzulagern und versichern zu lassen oder gegen Berechnung einer Tagespauschale für Lager- und Versicherungskosten in eigenen Räumen einzulagern. Die Pauschale ist größenabhängig und reicht pro Objekte von EUR 1,- bis EUR 5,- täglich.

11.2. Der Transport von zugeschlagenen Objekten erfolgt ausschließlich nach schriftlicher Instruktion des Ersteigerers. Das Auktionshaus haftet nur für ordnungsgemäße Auslieferung der Objekte an den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung des Transportes bestimmten Personen. Es gilt §447 Abs.1 BGB.

11.3. Der Ersteigerer ist selbst dafür verantwortlich, gegebenenfalls erforderliche Ausfuhrpapiere, insbesondere Genehmigungen nach dem Kulturgüterschutzgesetz und CITES-Genehmigungen, zu beschaffen. Bei der CITES-Antragstellung bietet Hampel Fine Art Auctions GmbH & Co. KG gegen eine Gebühr von 200 € pro Objekt (unabhängig vom Erfolg der Antragsstellung) gerne Unterstützung an.

12. Zustand der Objekte

12.1. Sämtliche Objekte können vor der Versteigerung in den Räumlichkeiten des Auktionshauses während der Vorbesichtigungszeiten besichtigt und ohne zeitliche Beschränkungen geprüft werden. Die Objekte sind grundsätzlich gebraucht, haben ein gewisses Alter und befinden sich in einem Zustand – insbesondere Erhaltungszustand – der ihrer Provenienz, Alter, der bisherigen Verwendung und dem bisherigen Gebrauch entsprechen.

12.2. Dementsprechend werden sämtliche Objekte vom Auktionshaus in demjenigen Zustand zugeschlagen, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden („as is“).

12.3. Der tatsächliche Zustand ist vereinbarte Beschaffenheit im Sinne des §434 Abs.1 Satz1 BGB auch dann, wenn das Auktionshaus dem Ersteigerer auf sein Verlangen einen Condition Report übermittelt hat. Derartige Condition Reports enthalten keine abweichende Individualabrede von dem, was in Ziffer 12.1. und Ziffer 12.2. dieser Bedingungen geregelt ist und bringen lediglich die subjektive Einschätzung des Auktionshauses zum Ausdruck. Es handelt sich um einen Kundenservice, aus dem seitens des Ersteigerers von diesen Versteigerungsbedingungen abweichende oder über sie hinausgehende Zusagen nicht hergeleitet werden können.

12.4. Beanstandungen, die gegenüber dem Zustand und/oder Erhaltungszustand des Objektes möglich sind, finden im Auktionskatalog und einem Condition Report nur Erwähnung, wenn sie nach Einschätzung des Auktionshauses den optischen Gesamteindruck des jeweiligen Objektes deutlich beeinträchtigen. Insoweit ergibt sich aus fehlenden Hinweisen auf Reparaturen, Ergänzungen oder sonstigen Maßnahmen am Objekt, Restaurierungen, Ausrahmungen, Beschädigungen etc. nicht, dass sich das Objekt in objektiver Hinsicht in einem nicht zu beanstandenden Zustand befindet. Jedem Bieter steht die Möglichkeit offen, das jeweilige Objekt rechtzeitig vor der Auktion zu besichtigen und zu prüfen, vgl. Ziffer 12.1. dieser Bedingungen.

13. Haftung

13.1. Alle Angaben im Katalog oder der entsprechenden Präsentation im Internet beruhen auf den bis zum Zeitpunkt der Auktion veröffentlichten und sonst allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf den Angaben des Einlieferers. Sie sind nicht Teil der vereinbarten Beschaffenheit und beinhalten auch keine Garantien im Rechtssinne. Das Auktionshaus behält sich vor, Katalogangaben über das Objekt zu berichtigen oder Objekte zurückzuziehen. Die Berichtigung von Beschreibungen oder das Zurückziehen von Objekte („withdrawal“) erfolgt durch schriftlichen Aushang am Ort der Versteigerung und mündlich durch den mit der Durchführung der Versteigerung betrauten Auktionator unmittelbar vor der Versteigerung. Die berichtigten Angaben treten an die Stelle der Katalogbeschreibung.

13.2. Ansprüche gegen das Auktionshaus wegen Gewährleistung und wegen Sachmängeln sind ausgeschlossen. Das Auktionshaus verpflichtet sich für die Dauer von 12 Monaten nach Zuschlag bei erwiesener Unechtheit zur Erstattung des Aufgeldes gemäß Ziffer 8.

13.3. Weist der Ersteigerer innerhalb der in Ziffer 13.7 dieser Bedingungen genannten Frist nach, dass Katalogangaben über Urheberschaft, Technik oder Signatur des Objektes bei Erteilung des Zuschlages unrichtig waren, so zahlt das Auktionshaus als Zeichen kundenfreundlichen Verhaltens das von dem Käufer bezahlte Aufgeld zurück.

13.4. Bedient sich das Auktionshaus bei der Erfüllung seiner Verpflichtung dritter Personen, so hat es nur vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln dieser Personen oder seiner selbst bei der Auswahl und Überwachung dieser Personen zu vertreten, soweit es nicht um die Haftung für die Verletzung von Kardinalpflichten und um die Haftung bei Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit handelt.

14. Nachverkauf

Nach der Auktion können nicht zugeschlagene Objekte im Wege des Nachverkaufes erworben werden. Der Bieter gibt entweder persönlich, telefonisch, via Internet oder schriftlich sein Angebot mit einem bestimmten Betrag ab. Auch für dieses Angebot, dessen Annahme durch das Auktionshaus und den hierdurch zustande kommenden Vertrag finden die Bestimmungen dieser Bedingungen entsprechend Anwendung.

15. Schlussbestimmungen

15.1. Diese Versteigerungsbedingungen regeln sämtliche Beziehungen zwischen dem Ersteigerer und dem Auktionshaus sowie zwischen dem Einlieferer und dem Ersteigerer. Bei Erwerb im Fernabsatz gelten ggf. weitere, separat zu vereinbarende Bedingungen.

15.2. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den Internationalen Warenkauf (CISG) findet keine Anwendung.

15.3. Verhandlungs- und Vertragssprache ist Deutsch. Beschreibungen und Schriftstücke einschließlich dieser Versteigerungsbedingungen, die in anderen Sprachen abgefasst sind, haben nur informellen Charakter und sind nicht maßgebend.

15.4. Erfüllungsort ist München.

15.5. Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Ansprüche aus dem zwischen den Parteien bestehenden Vertragsverhältnis ist München, sofern der Ersteigerer Kaufmann im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen oder juristische Person des öffentlichen Rechts ist. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Ersteigerer keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, nach Vertragsschluss seinen Sitz oder Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort aus dem Inland verlegt oder sein Sitz oder gewöhn­licher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. Im Übrigen ist für alle Ansprüche des Auktionshauses aus dem Vertragsverhältnis gegenüber dem Ersteigerer das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Ersteigerer zur Zeit der Klageerhebung seinen Sitz oder Wohnsitz, in Ermangelung eines solchen seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat.

15.6. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Bedingungen unwirksam oder nicht durchführbar sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bedingungen unberührt. Die unwirksame oder nicht durchführbare Bedingung ist von den Parteien durch eine wirksame und vollziehbare Bedingung zu ersetzen, die dem mit der ursprünglichen Bedingung Gewollten am nächsten kommt.

 

Verbraucherstreit­beilegungsgesetz

Für Dienstleistungen, die über eine Webseite oder auf anderem elektronischen Weg angeboten wurden und der Verbraucher diese Dienstleistungen auf dieser Webseite oder auf anderem elektronischen Wege bestellt hat, ist dem Verbraucher ein Online-Schlichtungsverfahren zugänglich zu machen. Die Plattform zur Online-Schlichtung ist unter folgendem Link zu finden: » http://ec.europa.eu/consumers/odr/